Samstag, 28. Februar 2009

Stammtreiben alter Pfader













Der Bernerstamm

(Reminiszenzen an Fasen + Meersäuli)


Bern, 1. Juli 2007, 18:00h vor dem Restaurant Della Casa in der Innenstadt. Er sitzt am runden Tisch, der ganz in die eine Ecke gedrückt ist und verschanzt sich hinter einem Neuigkei­ten­blatt. Einer der Gründer dieser fast 30 Jahre alten Institution, es ist Schimpans, bürgerlich Heinz Wehrli. Erste schriftliche Hinweise zum Bernerstamm finden sich im vergang­enen Jahrtausend, genau am 5.1.1978, in einem Brief von Perry an verschiedene APAer, die in und um Bern lebten oder studier­ten. Der erste, offizielle Bernerstamm fand am 24.1.1978 statt. Gründungsmitglieder waren un ter andernen Perry, Mowgli, Choli, Marde, Hengst (Förster), Fasen und Schimpans. Viele kamen und gingen in den fast 30 Jahren, geblieben ist die Beiz, das Della Casa.

Soeben ist der Schreibende eingetreten und hat mit heftigem Getöse – der Schirm ist zu Boden gefallen – auf sich aufmerksam gemacht. Ohne zu grüssen wird zuerst der sich versteckenden Zeitungsleser abgelichtet. Der Handschlag folgt und die Fragen, die man beim Eintreffen am Stammtisch stellt, ebenfalls. Ob der Platz um den runden Tisch wohl ausreiche, will ich von Schimpans wissen, der mir die nicht Abgemeldeten, die zu Erwar­tenden und die Sowieso-Kommenden aufzählt und meint: „Jaa, es wird scho gaa“. Nach der Aufgabe der ersten Bestellung stellt sich bereits der Nächste ein, unser Ober­förster Hengst. Das Zeremoniell wiederholt sich, die Platz­frage wird nicht mehr erörtert. Auch der Tisch­älteste, Meersäuli, mit deutlich über 80 Lenzen im Rucksack, erscheint. Weitere Legenden wie Fasen und Buutz gesellen sich zu uns. Nun denn, die Runde ist voll. Man unter­hält sich über: „Hesch dee wieder emol gseh“, „Was macht den au de säb..“ und andere Bewegungen der Welt. Neben der verbalen Unter­haltung wird auch die Kulina­rische gepflegt. Die Karte ist eigentlich allen bekannt, gibt aber jedes Mal wieder zu erneuten Verhan­dlungen Anlass, sowie zu gesund­heit­lichen und oder „gluschtige“ Überle­gung­en. Eine weitere, klare Heraus­forderung ist die Wahl des Abendweines. Umgeben von Connaisseuren, kann ich das Auswahlverfahren wirklich geniessen. Heute steht der Preisgestaltung des „neuen“ Wirtes einiges entgegen und es wird für es „Halbeli“ gestimmt, dessen Inhalt nicht nur trink- sondern auch bezahl­bar ist. Da erscheint Mungo, Bruno Nüsperli, und setzt sich als Nichtangemeldeter zur Runde. Allseits Freude einen eher seltenen Teilnehmer unter sich zu haben. Kommt das Essen legt sich natürlicherweise die Vielfalt und Heftigkeit der Unter­haltung, um danach wieder voll aufzuwallen. The­men wie das Rütli, Sondermüll­deponien, das Waldsterben, aber auch persönliche Ereignisse kreisen um den Tisch oder gehen direkt über die Gläser hinweg zum Gegen­über (Der Modellbähnler setzt sich mit Vorteil zwischen Fasen und Bao). Jedes Mal ist der Bernerstamm eine sehr angeregte und freudige Runde. Die ersten verlassen den Stamm um neun, andere sitzen bis gegen elf Uhr.

bao

Freitag, 27. Februar 2009

Giessereineuigkeiten

Giesserei

Die Giesserei liegt mir im Blut. Ich bin so zu sagen in einer Stahlgiesserei aufgewachsen, kenne die Gerüche, den Staub und den Lärm und natürlich vor allem die Hitze. Flüssiger Stahl bei 1600°C wärmt nicht nur das Gemüt im Winter, sondern ist auch schweiss- treibend und nebenbei auch etwas gefährlich. faszinierend war und ist es allemal, wenn ein Ofen "abgestochen" , dass heisst der flüssige Stahl aus dem Schmelzofen in die Giesspfanne "umgeschüttet" wird. Dann zur Form und hinein damit, mit dem gleissenden, flüssigen Metall, in die Form. Es raucht, dampft und anch einigen Stunden oder Tagen, kann das erkaltete Gusstück ausgepackt werden. Herstellen, Fabrizieren, Neues schöpfen !


Heute fasziniert mich dies Gewerbe immer noch, nur habe ich keine Giesserei mehr nebendran. Also versuchte ich es mit Wachs, da sind Einrichtungen und Anforderungen viel einfacher und die Giesstemperatur liegt unter 100°C. Der Formenbau ist aber nahezu so interessant wie bei den "grossen und Heissen".

Verschiedene Versuche waren notwendig, bis es einigermas
sen klappte. formstoff, Formtrennung, Formoberfläche (dass der erstarrte Wachs nicht klebt), Giesstemperatur, lunkerbildung (Löcher durch das Schwinden des Wachses beim Abkühlen) ... all diese giesstechnischen Feinheiten sind auch beim Wachsgiessen zu beachten. Wenn das Glück beisteht, dann entsteht z.B. eine Wachskerze in Form einer Glühbirne.





Die ultimative Stromsparlampe!



Donnerstag, 26. Februar 2009

zeitverstauchung



wieder sind mehr als drei wochen im nahe -lichtgeschwin- digkeitsflug vorbeigezogen. die zeit t dilatierte wiederum zu t’. um aus einer ganzen woche nur einen tag zu machen fliege ich mit 297'000 km/h durch die gegend. schön schnell ....... gell! also, meine neue wohnung füllt sich von tag zu tag, lampen hängen schon ein paar, das bett ist bereit und ich kenne schon vier katzen aus dem quartier. das boden-feucht-aufnehmen habe ich nun auch intus, nur den nahkampf mit der waschmaschine habe ich noch nicht in angriff genommen. ein erster versuch das hemden – plätten voll ökologisch, nämlich ohne strom und bügeleisen zu meistern, ist zu meiner grossen zufriedenheit gelungen. einmal mehr: „es geht auch ohne!“. ganz besonders geniesse ich den morgen. nach allmählichem „fertiggeinen“, duschen und den tag in betrieb nehmen mittels kleider anziehen – erst dann fäng er für mich richtig an, setze ich meinen toaster – ein wirklich altes, schönes modell - in betrieb, schmiere butter und süssgelee auf die heisse scheibe und spühle alles mit kaffee runter. dann ist eröffnung des tages: agenda anschauen, zettel bewirtschaften, erste sitzung im kontrollzentrum – mein so geliebtes büro – lüften (in der wohnung ist es warm, obwohl alle heizkörper auf null gedreht sind) und ein erstes mal in den ausgang gehen. einkaufen, physiotherapie oder schlicht, morgenkaffee in der sonne. so zieht sich der tag dahin mit telefonen, aufenthalten und arbeiten im atelier, spitalbesuchen (mutter hatte ein schlegli, schwester im spital, sybille ist im pfegheim), ergreifen organisatorischer massnahmen zur verinfachung des lebens – was immer dies heissen soll – oder ich sitze am flügel, oder nehme das horn, um mozart und bach zu üben. das mittagessen lass ich meist aus, was zur folge hat, dass die auf mich wirkende gravitationkraft um etwa 5.38 * 1027 protonenmassen x Erdbeschleunigung g abgenommen hat (öppe 9 kp oder 95 newton). effekt = hosenumfang zu gross, fehlende löcher im gürtel aber gutes gefühl um und im bauch. so um 14 bis 15 uhr überkömmt mich das grosse gähnen und eine müde, der ich mit einer halben stunde liegen begegne. ich muss aber den wecker stellen, sonst penn ich eine stunde und bin anschliessend für mehr als eine weitere stunde nicht zu gebrauchen. ich fahre auch mal kurz mit dem zug nach basel, zürich oder bern um vom dorfleben in kölliken abstand zu haben und den „peter steubesand: der duft der grossen weiten welt“ zu schnuppern, oder mit kollege roland im musikhaus ösch, „die neusten“ zu themen wie kammermusik und waldhorn zu erörtern. Die zeitdilatation ist im abnehmen begriffen, der übergang vom relativistischen zeitbegriff zum newtonschen ist in sichtweite. Oder lim v <<> Mit dieser geschwindigkeit grüsse ich euch recht pensioniert und zufrieden

Sondern es begann in der Sonne


Lieber Boa

Hatte gestern wiedermal so Halluzi nationen. Plötzlich sah ich Dein Konterfei in einer Rauch- und Giftwolke, etwas verschwommen. Ist das jetzt real oder fantasy? Du, sitzend allein aber zufriedend dreinschauend vor einem Kaffee und natürli räuckend und für neues
Gift sorgend mitten in der Entsorgungsszenerie-Reportage.. Mann o Mann. Das gibt aber Stoff zum Verarbeiten, für Klatsch und so. Hast Du mit der Moderatorin noch etwas anbändeln können? Vielleicht hätte die nach der Sendung auch ein romantisches Wachslämpli brauchen können. Bitte, wenn Du am FR an den Stamm kommst, dann in grobentgiftet. Wir wollen keine neue Halle über dem Delly. Het der Aargau frohi Chnabe, denn.........

Lieber Sch'mp'ns


Nu so läuft man in die Fernsehwelt. Der Sachverhalt ist ein Folgender. Ich war in meiner Kerzengiesserei, verspürte Hunger, aber keine Lust zum kocken. Beschluss: In die Sonne und einen so guten Süüdfleischsaloot essen. Als ich da ankam schien wirklich die Sonne. Scheinwerfer schon draussen. dachte mir: hoffentlich ist da nicht die Fastnacht los, sonst ist nix mit dem Essen. Als ich weitere Lampen, eine Kamera und das Froilein von Schweiz-Aktüll sah, wusste ich es. Sondermüllsendung jeden Abend die ganze Woche. Als TV-Woiör wollte ich wissen was da abläuft und nahm Platz, bestellte und las zuerst die Zeitung. So von wegen allgemeiner Allgemeinbildung. dann ass ich gemütlich meinen Saloot. Da war auch der Gmeindsmuni und der Chef der Sondermüllgegnervereinigung. Die unterhielten sich alle ganz locker. Als 19:00h vorbei war wurden alle geschäftig und etwas nervös, beso die liebe Dame, die da die Sätze vor der Linse sagt. Kurz und gut, um Viertelab kam es zum kurzen Dreh und ich wurde als Hintergrund für das Fernfröilein gebraucht. Da stach mich der Wurm und ich ging nach Hause und wollte die Sendung sehen. Doch, oh Segnung der Technik, Fernsehnetz am Boden, nix Bild, nix Befriedigung des exibi-zionist-ischen Dranges und auch kein Internet und auch kein Telefon, da alles am gleichen Faden hängt.
Eine SMS heute morgen teilte mir dann mit, mich gesehen zu haben und nun auch Du noch.

Dies der völlig giftfreie Sachverhalt des gestrigen Auftrittes!

Boa grüsst

Mittwoch, 25. Februar 2009

Erster Versuch


Genau so hat es nicht angefangen mit der Karavane.