Mittwoch, 15. April 2009

Ausflug nach Frangreisch



Rekognoszierungstag in Belfort

Zwei ältere
Herren setzen sich ins Auto und steuern von Balsthal Richtung Belfort. Ziel: Geeignete Orte für Lust und Essen in und um Belfort zu finden. Bereits auf der Hinfahrt über Fahy begegnenwir Französicher Strasenbaukunst und den Wirkungen des Zentralismus. Der Anschluss der französichen Autobahn von Belfort nach Pruntrut. Auf dem Amt nimmt man die Karte, fixiert den Anfang und das Ende der neuen Autobahn und verbindet die Punkte mit einem Strich. Dies wohl der Grund, weshalb diese neue Brücke quer durch ein kleines Tal verläuft.

Ankunft in Belfort. Wir suchen die im Reiseführer gepriesene Markthalle, ein Geschichtsstück aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Gusseisenkonstruktion im Stil ehemaliger Bahn
hofshallen. Auch im Reiseführer zu finden, die Angabe, dass am Mittwoch und am Samstag Markt sei. Der Samstag aber DER Tag sei. Wahrlich, wir trafen an diesem Mittwoch eine zu 80% leere Halle an. Meine Kollege sprach von Enttäuschung. Weiter erfuhren wir von einer Marktstandfrau, dass die "weltberühmte Epicerie in Belfort seit einem Jahr nicht mehr sei - also noch dort stehe, aber als Beiz betrieben werde. Wieder Frustanfall bei meinem Freund. Unser Streben konzentrierte sich nun auf das finden schöner Beizen und eines Hotels, so richtig französich, leicht klapprig und sanitär an der Geruchsgrenze. Die erste Adresse war das Hotel Tonneua D'or. ein ganz schönes Stück mit prunkvoller Eingangshalle, aber preislich am obersten Rand.Trotzdem liessen wir uns das Hotel zeigen und studierten angestrengt die Preisliste. Fündig wurden wir auf einem der schönen Plätze in Belfort. Das Hotel "St. Chrisophe" - genau was wir suchten. Nicht mehr ganz neu, eher kleine, 27 Zimmer. Unten mit eingebautem Café, dessen WC exakt unseren Vorstellungen von Französichen WCs entspricht. Duftnote Pferdestall. Wir liessen uns ein Zimmer im 4. Stock zeigen und beschlossen, dass dies DAS Hotel für den geplanten Ausflug sein müsse. Nach dieser schon fast ans unmenschliche grenzende Anstrengung plagte uns der Kohldampf. In der ehemaligen Epicerie liesen wir uns zu Tische und spiesen Läbereblätz mit härdöpfel, mmmmmmmmmmh. Vollbäuchig - nach Desert und Kaffee - beäugten wir noch ein paar andere Winkel der Altstadt von Belfort und stiessen dabei auf eine extrem süsse Auslage in einem Schaufenster.










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