Montag, 2. März 2009

zentripedal oder -fugal, die Physikfrage


Drück es nach aussen oder zieht es nach innen?



Hoi Schimpans, mein gewandter Federführer und williger Eleve

Danke für die Titulierung „Studienrat" Nur verhält es sich damit folgendermassen: Studieren, das versuche ich öfters, die Resultate oder gar Erfolge sind aber von sehr gemischter Sorte. Oft rate ich was denn so werden soll, beispielsweise mit mir und meinem „sauren" Rücke
n, der wieder Mal ganz vorne sein will und mich mit Blockaden und heftigen Stichen hinten- unten traktiert. Daher interpretier ich den „Studienrat" derart, dass ein solcher oft am „röötle" ist, ob und wenn ja, was er den so studieren solle. Nach den etwas frechen aber wohlgemeinten Hinweisen betreffend Mengen (und Unmengen-) lehre, will ich mich nun Deiner nächsten Aufgabe, der Zentrifugalbeschleunigung – bei Berücksichtigung der beteiligten Masse am Vorgang wird diese dann zur Kraft – etwas beschäftigen. Vorab aber ein Vergleich, welcher physikalisch-psychologischer Grundlagen in keiner Weise entbehrt. Bewegt sich eine Masse (im Bus der instabile Senior, der grad ein Güterli holen will), so nimmt sie eine geradlinige Bahn ein. Also graduus. Massenträgheit. Jede Änderung der Richtung oder der Geschwindigkeit bedeutet einen Kraftaufwand. Und hier kommt nun die Psychologie in die Physik hinein. Der Mensch hat es auch am liebsten gleichmässig (Trägheit), ohne kräftezehrende Änderungen wie Richtungswechsel (bedingt ev. studieren!) oder Beschleunigung. Vergleiche dazu leicht angealterte Pensionäre, die so schaurig „flugbahnstabil" sein können und ihren Weg machen, komme was da wolle. Dies entspricht ja in deutlich abgeschwächter Form – da Erfahrung mit Beulen am Kopf – dem jugendlichen „Mit-dem-Kopf-durch–die-Wand" Verfahren. Oder voll Speed muesch ebe dure. mann!

Also Deinem Senior im Bus ist nun das Unangenehme passiert,
dass er während des Güterliholens von einer Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderung (Kurvenfahrt, Bremsmanöver) ereilt wurde, die notwendige Kraft gegen die Kursänderung n
icht aufbrachte und demzufolge seine „Flugbahn" beibehielt. Da seine Flugbahn und die Fahrtrichtung des Busses nicht mehr die gleichen waren hat es ihn Dir in den Schoss gschletzt. Natürlich habe ich mich wohlwollend für meinen Eleven (nicht = 11) in die Bücher, Internetten und Guuugel geworfen und da folgende Weisheiten extrahiert: Eine Masse m bewegt sich mit der Geschwindigkeit v auf einer Bahn mit dem Radius r. Die Kraft, die aufgewendet werden muss, um die Bahn (nicht gradlinig) beizubehalten ist die Zentripetalkraft(spürst Du, wenn Du eine Gegenstand an einer Schnur rundherum schwingst. Die Zentrifugalkraft ist daher eine Scheinkraft und der Zentripetalkraft entgegengesetzt.


Kraft = Masse x Beschleunigung (F= M x a)


Zentripetalkraft =

Fzp = a x m




Hockt das Männchen auf der Kugel, hat es das Gefühl nach
aussen gedrückt zu werden, verspürt also eine Kraft. Aber eben nicht die, welche
vermeintlich nach aussen drückt, sondern die Kraft die z.B. die Wand des Busses auf „ihns" ausübt, dass es nicht nach draussen fliegt, klar? FAZIT: Du kannst den Ausdruck Zentrifugalkraft" getrost im Text stehen lassen. Obwohl es sich um eine Scheinkraft handelt, ist der Begriff „landläufig". Die Fiktion ja übrigens auch sehr.
Soweit, mein lieber Schüler H.W. die Ausführungen zum eingebrachten Thema.

Sei gegrüsst von Deinem studierenden Ra(s)tlosen bao

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